Vom B2B-Partner zum D2C-Online-Shop: Brand Awareness & Weihnachtsstrategien

AskAndre-Folge vom 18. November 2024, nur als Audio erschienen

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Ein Haarkosmetik-Hersteller, der bisher über 18.000 Friseursalons verkauft, baut einen eigenen Online-Shop für Endverbraucher auf und will die Marke bekannter machen. Der Schritt von B2B zu D2C bringt einen Interessenkonflikt mit den Salons mit sich, der sich über Rabattcodes, ein Affiliate-Modell und Content aus den Salons auflösen lässt. Brand Awareness und Verkauf sind zwei getrennte Ziele: Reichweite über Partner und Influencer, Verkauf über Google Shopping Ads mit echtem Mehrwert. Der Adventskalender dient vor allem dazu, direkte Kundenkontakte zu sammeln.

Es folgt das Transkript meiner Antworten aus der Folge. Der Text ist wörtlich, nur Füllwörter und Versprecher wurden entfernt. Die Ausgangslage zu jeder Frage ist vorab kurz zusammengefasst.

Wie steigern wir als Haarkosmetik-Hersteller die Brand Awareness und verkaufen über unseren neuen D2C-Online-Shop?

Ein mittelständisches Familienunternehmen verkauft Haarkosmetik an rund 18.000 Friseursalons, die die Produkte an ihre Kundschaft weitergeben, und Multimarken-Shops bieten sie inzwischen auch online an. Jetzt entsteht ein eigener Online-Shop für den Direktverkauf an Endverbraucher, bei denen die Marke noch weitgehend unbekannt ist. Ziel ist, mit kleinem Budget die Brand Awareness zu steigern und über den eigenen Shop zu verkaufen.

Der Interessenkonflikt mit den Friseursalons

Also erstmal spannende Herausforderung. Bevor ich auf die eigentlichen Fragen eingehe, würde ich gerne nochmal auf diese Situation oder, sagen wir mal, diese Transformation eingehen, vor der ihr da steht. Ich finde die nämlich gar nicht einfach. Ich habe nachrecherchiert, ihr seid mit 18.000 Salons affiliiert. Das heißt, 18.000 Salons, keine Ahnung, weltweit oder in Deutschland, verkaufen sozusagen eure Produkte. Und dieser Umstieg von B2B auf B2C oder sozusagen D2C, Direct to Consumer, also nicht nur von euch an den Konsumenten, sondern vom Hersteller an den Konsumenten, das wäre nochmal ein anderes Spiel, finde ich sehr, sehr spannend und auch nicht ohne.

Denn ich würde immer sagen, mein Verständnis von dieser Friseurwelt ist ja so, dass die Friseure eigentlich Produkte haben wollen, die es nur bei ihnen gibt. Warum? Natürlich möchte der Friseur, dass seine Kundinnen und Kunden, die sozusagen die Produkte bei ihm beim Friseur kennenlernen, dann auch wieder bei ihm kaufen. Das heißt, die erhoffen sich natürlich dadurch mehr Umsatz und mehr Gewinn, weil sie sagen: Hey, da kommt jemand einmal im Monat zum Haareschneiden, aber zusätzlich dazu kauft er nochmal einmal im Monat hier zwei Flaschen von diesem Shampoo und jenem Schaumfestiger.

Und natürlich möchte der Friseur, der den Leuten, die zu ihm in den Laden kommen, einmal sozusagen mit seiner fachlichen Beratung die Produkte verkauft, für sich etwas daraus schaffen. Die reden, sagen denen einmal: Hey, dieses Shampoo ist geil, weil, und geben sich die Mühe, den Sale zu machen. Und dann wollen die natürlich nicht, dass die Kunden diesen Kram irgendwo online günstiger einkaufen können. Das heißt, die haben schon ein Eigeninteresse, warum sie sozusagen eher diese Sachen eben nur bei sich verkaufen wollen. Das heißt, meinem Verständnis nach wollen Friseure tendenziell Marken im Laden haben, die eben auch nur offline und nur bei Friseuren im Fachhandel sozusagen verkauft werden.

Aber ihr habt jetzt schon den Schritt gemacht, und das passiert ja häufig. Jetzt nehmen wir mal an, eure Produkte sind populär. Das scheint ja der Fall zu sein. Ihr habt ja 18.000 Salons sozusagen, die für eure Produkte im Prinzip indirekt werben. Und dann ist es eben oft so, dass die Leute trotzdem dann online gucken: Wo kann ich die denn online kaufen? Und wenn man dann eben nicht selber etwas unternimmt, entsteht ja so eine Art Graumarkt. Ich habe ja auch schon mal gehört aus dem Bekanntenkreis, dass es sowas eben auch gab, wo dann eben diese Produkte von Friseuren gekauft werden in großen Mengen und dann wieder online verkauft werden, weil es die einfach online gar nicht zu kaufen gibt. Aber die Nachfrage, die entsteht dadurch, dass die Menschen in dem Salon diese Produkte sehen. Da entsteht eine Nachfrage, und nur ein Teil von dieser Nachfrage wird eben offline in den Läden gedeckt, aber ein Teil schwappt auch nach online rüber, und den muss man irgendwo sozusagen mit abfackeln.

Und mein Verständnis ist: In Multimarken-Shops, also Shops, die auch andere Haarprodukte haben oder andere Kosmetikprodukte haben oder was auch immer, dort gibt es eure Produkte bereits zu kaufen. Das verstehe ich, das finde ich nachvollziehbar. Muss man wahrscheinlich machen. Das heißt aber auch, dass ihr schon in einem gewissen Rahmen eine Marke seid, sonst hätten diese Multimarken-Shops auch kein Interesse, eure Produkte zu verkaufen.

Jetzt geht ihr ja dahin, diesen eigenen Online-Shop zu bauen, um direkt an die Endverbraucher zu verkaufen. Finde ich in gewissem Rahmen auch nachvollziehbar, aber gleichzeitig frage ich mich, wie kommt das bei den 18.000 Salons an und den Friseuren und Friseurinnen, die dort sind? Wie finden die das denn? Weil letztendlich seid ihr ja dann auch wie eine Art Konkurrenz zu denen, und eigentlich wollt ihr ja von denen, dass die eure Produkte bewerben und an Frau, Mann und alle anderen bringen. Insofern, ich finde, das ist ein Zwist und ein kleiner Interessenkonflikt, über den muss man zumindest mal sprechen und sich überlegen, wie kann man den auflösen.

Rabattcodes, Affiliate-Modell und Content aus den Salons

Das heißt, diese Herausforderung wiederum, die gibt es ja in vielen anderen Bereichen, wenn jemand, der bisher nur über Partnerverkauf verkauft, dort anfängt, direkt zu verkaufen. Und da gibt es eigentlich auch Dinge, über die man sich unterhalten könnte, was man zum Beispiel machen könnte. Die Friseure haben ja jetzt zum Beispiel nichts davon, wenn die für eure Produkte werben, aber dann werden eure Produkte an deren Kunden in Multimarken-Shops verkauft. Was man jetzt überlegen könnte, ist, ob nicht vielleicht ein Kernelement eures Online-Shops ist, dass jeder Salon vielleicht irgendwie so eine Art eigenen Rabattcode erhält, und der Friseur kann den Kunden sagen: Mensch, wenn du nicht bei mir im Laden kaufen willst, dann kauf doch bitte im Online-Shop direkt und verwende meinen Rabattcode.

Und dann könnte man irgendwie so etwas machen wie so eine Art Affiliate-Marketing-Konstruktion, wo dann eben dieser Kunde immer diesem bestimmten Salon gehört, und immer, wenn der online kauft, auch ohne den Salon nochmal sozusagen ins Spiel zu bringen, kriegt dieser Salon etwas davon ab, was dieser Kunde bei euch lässt. Es wäre ja nur fair, weil letztendlich hat der Salon auch dafür gesorgt, dass der Kunde eure Produkte kennt und auch, dass er euren Online-Shop kennt und auch, dass er direkt bei euch kauft. Sodass man da eben irgendeine Incentivierungskonstruktion findet, die euch etwas bringt, dem Salon etwas bringt und auch eben dem Kunden, der direkt bei euch einkauft statt bei einem Multimarken-Shop.

Das wäre ein Gedanke, den ich auf jeden Fall gerne reinbringen würde, worüber man sich unbedingt unterhalten muss, weil das wäre natürlich der allerbeste Weg. Weil dann sind quasi eure Partner, die ohnehin eure Marke groß machen, sprich die Salons, auch diejenigen, die auch euren Online-Shop groß machen, und die wissen, dass sie nachhaltig etwas davon haben. Denn wenn die immer mehr von ihren Kunden dazu überzeugen, bei euch im Online-Shop was zu kaufen, dann verdienen die da immer nochmal Geld on top zu dem, was sie ohnehin im Salon drehen. Und ich glaube, das ist natürlich ein großes, sagen wir mal, Alignment, Zusammenbringen von Interessen, wo eben ihr und der Salon die gleichen Interessen habt. Und so funktioniert eigentlich euer Geschäft bisher. Insofern würde ich immer gucken: Kann man das eigentlich auch in die Online-Welt verlängern?

Der zweite Weg, wie ich da reingehen würde, wäre auf jeden Fall zu gucken: Sind denn nicht vielleicht auch eure 18.000 Salons genau diejenigen, die eigentlich den ultimativen Content bringen können für euren Online-Shop und die sich dort auch gleichzeitig präsentieren können? Das heißt, wenn ich da Produkte habe, könnte ich doch genauso sagen: Hier, ich habe irgendein Content-Team, und dann können die Salons bzw. die dort tätigen Friseure sich bewerben, um zu sagen: Hey, zu dem Produkt kann ich A etwas erzählen und B zeigen, wie ich es benutze. Und dann ist das der Content, der euren Shop sozusagen befüllt und hoffentlich bei euch gut reinpasst. Das ist dann zum anderen eben ein Mittel und Weg, Top-Content für Social Media zu kriegen, und für die Friseure selbst ist es eben auch Werbung, die ausgespielt wird über eure Marke.

Das heißt, ich würde auch da nochmal gucken bei diesem Wechsel von dem reinen B2B-Vertrieb in den D2C-Vertrieb, ob ihr da nicht noch mehr verändern müsst außer dem eigenen Online-Shop, und das Ganze eben integriert angehen. Denn nicht nur, dass es dann nicht aufstößt bei euren Partnern, sondern es könnte euren Partnern neue Feuerleidenschaft und Vertriebsstärke für euch bieten, plus es könnte vielleicht auch ein starkes Akquise-Argument sein für neue potenzielle Partner. Denn meinem Verständnis nach ist es so, dass sich die Hersteller von diesen Salonprodukten schon darum kloppen, exklusiv bei guten Salons zu sein. Und dann muss man eben auch gucken, wie überzeugt man diesen Friseursalon, dass er die eigenen und nicht irgendwelche anderen Produkte verkauft.

Zwei Ziele, kleines Budget und direkter Kundenzugang

Dann jetzt mal zur Frage, wie kann man eigentlich so einen eigenen Online-Shop hochziehen. Ich finde, ihr seid ja in dieser Luxusposition, dass ihr ja der Hersteller seid. Das heißt, ihr habt hier andere Möglichkeiten. Das heißt, hier geht es ja eher um eine Awareness-Sache. Eigentlich wollte ich nicht so drauf rumhacken, aber ich würde trotzdem nochmal drauf eingehen. Also, du sagst, euer Hauptziel ist Brand Awareness zum einen und zum anderen Produkte verkaufen über einen Shop. Eigentlich sind diese beiden Ziele meistens nicht gleichzeitig. Also es gibt kaum Sachen, die gleichzeitig in beide Ziele einzahlen. Das eine weckt Nachfrage, das andere deckt Nachfrage. Und das sind eigentlich im Marketing und im Online-Marketing natürlich auch zwei komplett verschiedene Ecken des Funnels. Gleichzeitig kann man das eigentlich nicht machen und gar nicht mit ganz kleinem Budget. Das funktioniert in jedem Fall nicht so.

Aber was ich auf jeden Fall machen würde, ist, wenn du sagst, jetzt kleines Budget, und wir haben ja diese spannenden 18.000 potenziellen Salons: Ich denke mal, von 18.000 Friseursalons werden bestimmt, keine Ahnung, sagen wir mal ein Viertel irgendwie ordentlich laufende Social-Media-Kanäle haben. Da kann man ja eigentlich ratzfatz was mit machen. Man muss denen halt sagen: Hier, keine Ahnung, diesen Monat gibt es hier zehn Pröbchen von uns, wenn du in dem Online-Shop für mindestens 20 Euro einkaufst mit folgendem Gutscheincode. Und kann dann halt irgendwas machen, was sozusagen auch wieder die Reichweiten der vielen, vielen Partner hebelt. Sowas wäre auf jeden Fall etwas, was relativ günstig ist. Natürlich könnte man das Ganze auch mit Geld in die Hand nehmen und sagen, dann hier Influencer im Beauty-Bereich, aber meinem Verständnis nach wird das in jedem Fall ziemlich, ziemlich teuer.

Aber ich glaube, am Ende des Tages geht es darum, mit euren Partnern etwas aufzubauen und zu gucken, dass ihr eben eigene Reichweite kriegt und eben einen direkten Zugang zu den Kunden. Was meine ich mit dem direkten Zugang? Direkter Zugang meint Owned Media, das heißt eben nicht weitere Abonnenten eures Instagram-Kanals oder TikTok, je nachdem, wie die Generation ist, die ihr da im Kern ansprecht, sondern wirklich Leute, die auf eurer Webseite einkaufen, deren E-Mail-Adresse ihr habt oder die ihr akkumuliert in einer Art Messenger-Newsletter, also WhatsApp oder was auch immer es genau ist.

Ich glaube, das Kernziel so einer Marke und des Online-Shops muss eigentlich sein, ohne eine Plattform Zugang zu kriegen zu den eigenen Kunden, also einen direkten Kundenzugang zu haben, wo keine Plattform dazwischenfunkt. Gut. Und das Ziel muss eben immer sein, irgendwie die Leute dazu zu kriegen, eine E-Mail-Adresse zu hinterlassen, eine Telefonnummer zu hinterlassen, eine Adresse zu hinterlassen, um dann eben in Kontakt treten zu können und zu sagen: Hier, kostenlose Produktproben, oder folgender Gutschein funktioniert, wenn du das und das gemacht hast, oder, oder, oder. Also so muss das irgendwie gehen.

Im Influencer-Bereich wäre auf jeden Fall, glaube ich, das, was ich machen würde, um jetzt, sagen wir mal, die Facette Brand Awareness zu machen, weil einfach viel Beauty dort passiert. Ansonsten, wenn es nicht Instagram ist und vielleicht TikTok, je nach Altersgruppe, ist es vielleicht noch ein Pinterest. Dort ist, glaube ich, das, was awareness-mäßig total Sinn macht, anzugehen. Je nachdem, wenn man Geld und Zeit hat für Ads, wäre auf jeden Fall der Google-Shopping-Bereich natürlich etwas, was ich sofort machen würde, um Produkte im Shop zu verkaufen. Weil wenn ohnehin eure Produkte verkauft werden, dann kann man sagen: Hier garantiert original kaufen im Online-Shop, und zusätzlich gibt es noch folgende Produktproben, und wir haben die besten Anleitungen, wie man unsere Produkte eigentlich einkauft. Also mit solchen Argumenten kann man natürlich extrem gut auch selbst verkaufen und aufzeigen den potenziellen Kunden, warum die Leute bei euch kaufen sollen statt bei einem Multimarken-Shop, insbesondere dann, wenn ohnehin eure Produkte verkauft werden.

Also ich glaube, die Welt der Influencer und die Partner, diese 18.000 Partnersalons, die ihr ohnehin habt, die wären, glaube ich, mein Ansatz für den Bereich Brand Awareness. Und für den Bereich Produkte im Shop verkaufen würde ich auf jeden Fall gucken, dass man das entweder selber macht oder mit einer Agentur, dass man da eben in den Google-Shopping-Bereich einsteigt, und wenn die Leute ohnehin eure Produkte kaufen, dass sie dann lieber bei euch direkt kaufen statt bei einem Multimarken-Shop.

Content in Kundensprache und Google Shopping Ads

Ansonsten würde ich gucken, dass man eben in das Thema Content und Content-Marketing einsteigt, dass man darüber eben anfängt, über Social Media und über die eigene Plattform langfristig wirklich, wirklich guten Content zu akkumulieren. Ich glaube, die besten Ideen dafür kommen eigentlich immer von den Kunden. Ich würde am liebsten eigentlich Kunden fragen lassen zu euren Produkten. Und das wären dann die Stücke Content, die ich herstelle. Das heißt, oft ist es ja so, ein Hersteller von einer Marke, der hat ja oft ein bisschen einseitigen Blick auf die Dinge. Der möchte natürlich über seine Produkte mit bestimmten Worten gesprochen haben, aber der Kunde spricht ja auch manchmal mit anderen Worten darüber. Und dass man eben da die Brücke schlägt mit dem Content und da eben sowohl auf der eigenen Website als auch in Social Media anfängt, sich sozusagen Assets aufzubauen, digitale Assets, sprich, dass du etwas hast, worüber Kunden sich langfristig mit dir und deiner Marke und deinen Produkten beschäftigen können.

Was meine ich damit? Ihr nennt irgendetwas das Super Duppy Hair Thing, und das ist jetzt aber ein Shampoo. Das heißt, die Leute suchen einfach: Shampoo von Markenname für Männer mit Schuppen. Und ihr nennt das aber irgendwie total knuffig und wollt eben irgendwelche Begriffe nicht benutzen, die vielleicht altbacken klingen. Ihr müsst aber sehen, dass die Menschen halt eben, ich verstehe schon aus Markenführungssicht, dass man über seine Produkte auf eine bestimmte Art und Weise sprechen will, aber wenn man gefunden werden möchte, muss man sich trotzdem an die Sprache halten. Und das ist unabhängig davon, ob in einer Suchmaschine, in einem intelligenten Agenten, der mit einem LLM dahinter ist, also sprich ChatGPT oder Gemini, oder eben auf Social Media, es ist komplett unabhängig, wo gesprochen wird.

Man muss irgendwo die Brücke schlagen zwischen der Sprache, die man als Marke spricht, und dem, wie die Kunden über einen sprechen. Man muss eben gucken, dass man dafür Content schafft, und zwar bei sich auf der Website, damit die Suchmaschinen und die AIs es verstehen, und in Social Media, damit die Suchmaschinen und die AIs es verstehen, und vielleicht eben auch noch in Communities, wenn man mal so ein bisschen fortgeschrittener ist. Aber du stellst ja jetzt quasi erstmal eine Einsteigerfrage, insofern wollen wir das nicht so sehr vertiefen.

Ich glaube, das ist sozusagen der Kern der Sache, dass man wirklich sagt: Die Kunden, was fragen die denn wirklich? Was fragen die beim Friseur, wenn die zu euren Produkten fragen? Was fragen die in einem Salon? Das heißt, du kannst in Partnersalons reingehen und sagen: Hier, was sind denn die Fragen, die die Leute zu unseren Produkten fragen? Und dafür eben Content schaffen, und der beantwortet dann die Bedürfnisse von wirklich echten Endverbrauchern. Und von dort aus sagst du den Leuten: Hier, wenn du solche Haare hast, dann eher das Produkt von uns, wenn du solche Haare hast, dann eher das Produkt von uns, und übrigens, hier kannst du nochmal über unsere Marke dieses Detail nachlesen, deswegen sind wir dufter als die anderen 28.000 Marken, die es da gibt.

Also so in der Regel würde ich anfangen zu denken, und diesen einen Content, den man dann quasi einmal erdenkt für das eine Thema, was offensichtlich dann eine Nachfrage gehabt hat, das gehört dann eben sauber aufbereitet für Social Media, für die verschiedenen Plattformen, und eben irgendetwas, was sich eben auf der Webseite niederschlägt, sei es in einem Magazin, in einem Blog, in einem Newsbereich, was auch immer. Und ich glaube, darüber, das ist sozusagen der Kern der Sache.

Also, das hatten wir jetzt, so viel zu Brand Awareness, Content. Content wird dir langfristig eben auch helfen, weitere Absatzwege für den Shop zu finden. Und um den reinen Verkauf zu machen, würde ich auf jeden Fall als allererstes in Google Shopping Ads reingehen. Normalerweise würde man immer sagen Preisvergleiche, aber ihr werdet ja wahrscheinlich nicht günstiger verkaufen als irgendein Multimarken-Shop. Das heißt, ihr müsst eigentlich gucken, dass ihr Mehrwerte bietet. Aber es kann immer sein, dass der Multimarken-Shop eben für den Kunden attraktiver ist, weil er dort nämlich auch noch nebenbei drei andere Sachen kaufen kann, und vielleicht gibt es dort auch einen Rabatt, den ihr nicht so bereit wärt zu machen, weil eure Friseure werden euch immer erheblich auf die Pfoten gucken, dass ihr ja nichts günstiger anbietet als bei ihnen im Laden. Denn die wollen ja nicht, dass ihr denen da auch noch was wegnehmt. Das heißt, das wird so ein bisschen der Twist sein.

Das heißt, der Mehrwert vom Einkaufen bei euch online muss eigentlich immer sein, dass man irgendwas on top noch dazukriegt, irgendwelche Präsente, Sampling, also sprich kostenlose Produktproben oder irgendwas anderes, irgendwelche exklusiven Videos oder exklusive Interviews mit euren Friseuren oder exklusive Friseur-Styling-Tipps mit genau den Produkten, die die Kunden eben interessieren. Sowas in der Richtung muss es sein. Und da muss man eben gucken, dass man das in seiner Werbung direkt mitkommuniziert.

Wie setzen wir uns als kleinere Marke mit unserem digitalen Adventskalender in der umkämpften Weihnachtszeit durch?

In der Weihnachtszeit soll es wieder einen digitalen Adventskalender geben. Den gab es bisher auf der Unternehmenswebsite, allerdings ohne angeschlossenen Shop. Es geht darum, wie sich eine neue, kleinere Marke in dieser umkämpften Zeit durchsetzt und den Kalender bestmöglich nutzt.

Saloncodes und Weihnachtsbonus für die Partner

Jetzt haben wir die Frage abgefackelt, dann gehen wir in die zweite, nämlich diesen Adventskalender. Also super, dass es den schon mal gibt. Kernelement muss hier wieder das Gleiche sein wie eben. Eigentlich will man Kontakte sammeln, also sprich gucken: Kriegt man Adressen, kriegt man E-Mail-Adressen, kriegt man Freigaben für einen WhatsApp-Newsletter oder irgendeinen anderen Messenger? Das muss sozusagen das Hauptziel dieses Adventskalenders sein.

Gleichzeitig könnte man auch überlegen: Kann man den Adventskalender auch wieder so irgendwie twisten und pimpen, dass eure Partner mit involviert werden? Dass sozusagen, wenn jemand, der ein Endkunde ist, dessen Türchen öffnet, auch sein Friseursalon, der ihn an euch verwiesen hat, dass der Friseursalon auch was davon hat. Das heißt, ich würde auch wieder gucken: Gebe ich den Friseursalons irgendeinen Code mit, wo die ihren Kunden sagen können: Guck mal hier, bei der Marke gibt es übrigens auch diesen Adventskalender, und wenn ihr da mitmacht, dann sagt bitte Saloncode 2825, und dann kriegen wir auch was davon. Und jeder Salon, der einen Kunden zum Mitmachen bei eurem Adventskalender angeregt hat, der kriegt eben auch noch irgendeine Vergütung, irgendeinen Weihnachtsbonus, 1000 Euro, schlag mich tot. Dann habt ihr nämlich wirklich ein partnerschaftliches Arbeiten mit euren Salons. Und ich glaube, das ist das Beste und Wichtigste.

Mund-zu-Mund-Propaganda und Newsletter mit Content

Und dann eben gucken, dass man die Leute, die beim Adventskalender mitmachen und da was gewinnen wollen, was ja total legitim ist und schön ist. Und dann würde ich beim Adventskalender, wenn es geht, irgendwie sowas noch einbauen wie so eine Art Mund-zu-Mund-Propaganda-Sache. Eben genauso wie den Salons sagt man den Endkunden: Hier, übrigens danke, du hast jetzt mitgemacht beim Wettkampf um Türchen Nummer 4, du hast leider nicht gewonnen, aber du kannst beim Türchen Nummer 5 jetzt gerne mitmachen. Aber gleichzeitig geben wir dir folgenden Code, und wenn jemand versucht, auch bei irgendeinem Teil vom Adventskalender mitzumachen, und deinen Code benutzt hat, kriegt die Person das, was auch immer sich hinter diesem Türchen befindet, und du auch. Sozusagen, dass man dann eben die Leute, die ohnehin interessiert sind an der Marke, die sich eh schon damit beschäftigt haben, dass die dann auch für die Marke trommeln. Ich glaube, so ein Mund-zu-Mund-Propaganda-Element, das würde ich wahrscheinlich machen, jenseits der Arbeit mit euren B2B-Partnern, die wahrscheinlich euer Kerneinfahrtstor dafür sind.

Und natürlich dann am Ende des Tages, du sammelst natürlich die Kontakte nicht ohne Grund ein, dann eben gucken: Hier, Weihnachtsgeld bekommen, jetzt hier investieren in unserem Shop. Ich glaube, das ist natürlich der Kern der Sache, dass du natürlich möglichst gut, möglichst positiv diese Freigaben da kriegst, den Leuten Newsletter schicken zu können, dass du die eben ohne eine Plattform dazwischen zu dir konvertierst.

Dass du die auch nicht nur versuchst, belanglos zu bombardieren mit: Jetzt gibt es diese Produkte bei uns im Shop und jetzt jene Produkte im Shop, sondern immer auch gleichzeitig zu sagen, und über das Thema Content haben wir vorhin schon gesprochen: Hier, jetzt gibt es übrigens für dieses Produkt mit folgendem Friseurpartner diesen geilen Content bei uns, keine Ahnung, auf YouTube zu sehen oder auf der Webseite zu sehen, wo ihr eben zeigt, wie man mit unserem Lockenshampoo besonders tolle Locken reindreht oder was auch immer eure Produkte sonst noch so machen. Ich hoffe, du hast ein paar Ideen mitgenommen und eure Haarprodukte gehen ab wie Zäpfchen. Lass uns wissen, wie es läuft. Ciao, ciao.