Targeting und Leadgenerierung: Strategien für Meta

AskAndre-Folge vom 23. Dezember 2024, nur als Audio erschienen

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Ein Bauträger in München verkauft Eigentumswohnungen für über 700.000 Euro und gewinnt seine Leads über Meta, bekommt aber vor allem Interessenten ohne das nötige Eigenkapital. Wie sich das Targeting über Alter, Region und Interessen schärfen lässt, warum eine eigene Landingpage den Lead-Gen-Ads vorzuziehen ist und weshalb Retargeting nicht der erste Hebel ist. Kernaussage: Für eine so große Kaufentscheidung passen Google Search und YouTube besser als Meta, LinkedIn ist eine weitere Option, und eine gute Agentur bringt oft mehr als Hilfe zur Selbsthilfe.

Es folgt das Transkript meiner Antworten aus der Folge. Der Text ist wörtlich, nur Füllwörter und Versprecher wurden entfernt. Die Ausgangslage zu jeder Frage ist vorab kurz zusammengefasst.

Wie bekomme ich als Münchner Bauträger über Meta qualifizierte Leads für Eigentumswohnungen über 700.000 Euro?

Ein Münchner Bauträger im Wohnungsbau wirbt seit zwölf Monaten auf Meta und nutzt Lead-Ads mit einem Klickfunnel aus eigenen Fragen. Die Wohnungen kosten im Schnitt über 700.000 Euro, die meisten Leads haben aber zu wenig Eigenkapital, und manche wissen gar nicht, dass sie sich eingetragen haben. Offen ist, ob eine Landingpage bessere Leads bringt und wie Retargeting ohne die Mindestmenge von tausend Leads möglich ist.

Cool, dass du deinen Case so klar beschrieben hast, damit wir den auch gut nachvollziehen können, und auch, dass da viele, viele konkrete Fragen drin sind. Und ich denke, wir haben eine ganze Menge Ideen und Anregungen dazu für dich. Du machst ja quasi zwei Sachen aktuell, zumindest unserem Verständnis nach. Meta nutzt du als Werbeplattform, und bei Meta nutzt du, glaube ich, diese Lead-Gen-Ads, also wo man quasi eben die Leads direkt bekommt. Die brauchen gar nicht erst auf die Webseite kommen, sondern die sehen deine Anzeige, klicken dann auf der Meta-Anzeige quasi zwei, drei Fragen an, und dann kriegst du den Lead geschickt. Das heißt, es passiert die Conversion direkt auf Meta.

Meta hat sich ja in den letzten Jahren ein bisschen verändert. Früher konnte man ja ganz spezifisch sagen: Hier, guck mal, die Fans von diesem oder jenem Luxusimmobilienmakler, die würde ich gerne targeten. Man konnte die sehr, sehr stark nach Interessen triggern, die Leute. Und das hat sich natürlich ein bisschen mehr gewandelt in Richtung eines demografischen Targetings. Ich würde ganz kurz, bevor ich einsteige, entschuldige bitte, einmal nochmal die Helikopterperspektive annehmen. Ich würde über zwei Sachen nochmal nachdenken wollen. Das eine ist: Wenn jemand gut Häuser baut, ob derjenige dann auch selber gut Meta-Anzeigen schalten sollte. Das müssen wir am Ende nochmal sozusagen aufgreifen und diskutieren. Und das Zweite ist, und dazu habe ich relativ viel Input von dir für das, was du machen möchtest: Ist es denn da das Richtige eigentlich, auf diese Werbeplattform zu setzen? Also ist eigentlich Meta die richtige Plattform für das, was ihr macht?

So, jetzt schalten wir mal diese Vorabfragen, also diese Fragen auf einer Ebene höher, kurz mal aus unserem Hirn raus und fokussieren uns erstmal, sagen wir mal, in dem engen Rahmen, den du uns gesteckt hast, und gucken mal, was wir da an Gedanken haben für dich.

Targeting nach Alter, Region und Interessen

So, es gibt Targeting-Möglichkeiten in Meta. Und wenn du in der Meta-Welt bleiben möchtest, was ich dir auf jeden Fall nochmal ans Herz legen möchte, anzuschauen im OMR-Education-Universum, und dieser Podcast ist ja ein Teil davon: Da gibt es auch Kurse, so eintägige Kurse oder auch mehrtägige Kurse. Die haben allerlei coole Namen wie Masterclass und schlag mich tot. Plus es gibt so PDF-Lehrbücher, oder ich glaube, die gibt es auch in ausgedruckter Form, die sich dann wirklich nur um Meta drehen. Wenn wir wirklich der Meinung bleiben, dass Meta für dich als Werbeplattform das Richtige ist, dann würde ich dir auf jeden Fall empfehlen, dich da einzugraben. Ich gebe dir trotzdem hoffentlich ein paar nützliche Tipps.

So, was du suchen musst, ist, zu finden die Stelle, wo man eben dieses Advantage+ Audiences einstellen kann. Dort kann man eben ein bisschen mehr das Targeting machen nach bestimmten Interessen oder Verhaltensweisen. Und das ist sozusagen dein Schlüssel für die Steuerung, um eben die richtigen von den nicht so richtigen Leuten zu trennen.

So, ich glaube, zwei weitere wichtige Gedanken dazu, bevor du in die Interessen eigentlich einsteigst. Das Erste ist: Ich würde ganz hart erstmal nach Demografie gehen. Das heißt, ich glaube halt, bei dem, was du da verkaufst, sagst du auch ganz zu Recht, das ist natürlich kein Spontankauf, das ist eine große, große Kaufentscheidung. Ich würde ganz hart erstmal anfangen auszuschließen: zu junge Menschen. Die haben meistens das Kapital ohnehin nicht, und die klicken gerne viel und lassen sich irgendwie Informationen schicken, aber sind gar nicht relevant. Das heißt, ich würde ganz, ganz hart sagen: Hier, targeten meine Anzeigen bitte nur an Menschen, sag ich mal, ab 35 oder 40 Jahren, da gibt es tendenziell eine deutlich höhere Kaufkraft.

So, das ist der eine Teil, den ich machen würde, bevor ich in die Interessen einsteige. Und der zweite Teil, den ich machen würde an deiner Stelle, ist: Ich würde in jedem Fall unterschiedliche Kampagnen fahren für die Menschen, die in München und Umgebung sind und in München suchen. Ich glaube, es könnte sein, dass die einfach auf andere Dinge ansprechen und anspringen. Und dann trennen davon die Leute, die irgendwo anders sind in Deutschland und vielleicht Interesse haben, gegebenenfalls in München eine Immobilie zu kaufen. Ich glaube, hier werden die Streuverluste deutlich höher sein. Und insofern würde ich das gern getrennt halten von den Leuten, die in München sind.

Was heißt Streuverluste? Du musst dir vorstellen, nehmen wir an, du findest ein cooles Targeting. Du findest ein Targeting, wo du eben sagen kannst: Mensch, die Leute, die sich interessieren für Luxusautos und über 35 sind, sowas in der Richtung. Und dann sagst du halt: Hier, denjenigen möchte ich eigentlich meine Anzeigen ausspielen. Und wenn die in München sind, ist halt die Wahrscheinlichkeit viel größer, dass die vielleicht an der Immobilie in München interessiert sind, als wenn die in Buxtehude sind. Weil warum zur Hölle sollte gerade jemand in Buxtehude gerade zu dem Zeitpunkt, den du dir ausgewählt hast zum Werben, nach einer Immobilie in München suchen? Also insofern unbedingt trennen. Die Streuverluste heißt im Prinzip: die Leute, die eine Anzeige sehen, für die sie nicht relevant ist. Und das wird viel, viel höher sein bei den Leuten, die nicht in München oder in der Münchner Umgebung sind. Und deswegen würde ich auf jeden Fall diese Werbebemühungen da trennen.

Das eine ist halt das regionale Targeting, da separieren. Beim demografischen Targeting würde ich ganz, ganz hart drauf gehen und sehen, dass man eben ältere Leute targetet. Ich glaube, das wird dir ganz, ganz viel helfen, weil du da eben automatisch in relevantere Nutzerschaft kommst. Ansonsten ist es natürlich schon so, dass wohlhabende Zielgruppen etwas schlechter zu erreichen sind auf vielen Online-Plattformen. Aber nichtsdestotrotz, wir gehen da mal weiter. In diesem Advantage+-Audience-Bereich in den Meta Ads, da kann man dann eben nach Verhalten oder nach Interessen machen. Da müsste man testen, was es da gibt. Also man muss manchmal auch vielleicht um die Ecke gehen. Das heißt, vielleicht müssen das Leute sein, die interessiert sind an bestimmten Uhrenmarken oder an vielleicht Reisen nach Monaco oder wo auch immer du denkst, dass eben eine wohlhabende Klientel vielleicht eher hingeht. Oder die interessieren sich vielleicht für so Loyalitätsprogramme, bei denen aber ganz klar signalisiert wird, dass die eben, keine Ahnung, viel fliegen.

Ich sage mal, jemand, der Senator ist bei der Lufthansa, der fliegt wahrscheinlich viel, der fliegt wahrscheinlich viel Business, der kann sich durchaus die Wohnung, die du da andienst, leisten. Oder Leute, die sich eben für Investments interessieren, die sich für sowas wie Private-Equity-Investieren interessieren oder Venture Capital als Investment, nicht als Geldgeber. So, die haben wahrscheinlich eben auch gewisse Mengen Grundkapital, denn erst dann fängst du an, dein Kapital zu diversifizieren in diese Assetklassen. Und das sind eben auch die Leute, die dann eben durchaus das Budget haben sollten, um sich eben eine Eigentumswohnung zu kaufen, wie du sie anbietest. So, natürlich noch mehr, wenn sie natürlich First Class reisen oder sonst irgendwas. Also das wäre auf jeden Fall eine mögliche Sache.

Eine andere Möglichkeit, die du auch noch machen könntest, und ich glaube, dass das eben auch im Meta-Universum geht, ist, dass du dir sogar das regionale Targeting nochmal ausdifferenzierst nach Postleitzahlen. Das funktioniert eigentlich auf ganz, ganz vielen Plattformen. Und dann könntest du eben sagen, dass man eben in wohlhabenderen Gegenden, wo die, keine Ahnung, Mieten und Preise für Eigentumswohnungen höher sind, dass du dort eben bereit bist, mehr zu zahlen für einen Klick oder für einen Lead, dass man da eben auch nochmal ausdifferenziert und da auch nochmal genauer targetet. So, das sind, glaube ich, die Wege, wie ich da rangehen würde. Also jemand, der sich interessiert für Privatbanken, ja. Also um die Ecke gucken: Jemand, der sich interessiert für vielleicht Designermode, aber eben nicht super jung ist, ja, der könnte eben auch relevant sein.

Man muss halt eben gucken: Viele junge Leute sind natürlich super interessiert an Gucci und Rolex, weil das einfach irgendwie auf Instagram rauf und runter läuft. Das ist ja auch inspirational. Also sie interessieren sich dafür und hätten gern mal irgendwann so etwas. Aber das sind natürlich genau die Art Anfragen, die du eigentlich nicht haben möchtest für deine Wohnungen, sondern du möchtest natürlich die Leute, die das Ganze sich nicht inspirational, also hoffentlich irgendwann mal, leisten wollen und können, sondern eben im Idealfall jetzt. So, also du musst in diesem Advantage+-Audience-Bereich, da musst du einfach mal ein bisschen rumprobieren: Was kann man da wirklich eintippen? Es ist nicht so, dass man die Interessen wild frei angeben kann, sondern die haben da halt ein bestimmtes Set von diesen Interessen, und da muss man eben um die Ecke gucken, wie schafft man die Leute da einzugrenzen, die eben durch ihre Interessen zeigen, dass sie sich leisten können, was du anbietest.

Landingpage statt Lead-Gen-Ads

So, und du hast natürlich ganz recht. Also grundsätzlich ist der Gedanke, diese Lead-Gen-Ads zu nutzen, um dann halt eben Fragen zu stellen, eigentlich ganz klug und ganz süß, weil du willst natürlich dadurch filtern. Aber ich würde dieses Werkzeug nicht wählen. Ich finde deinen Gedanken, die Leute auf deine Webseite zu holen, in jedem Fall richtig. So, und ich war so frei, ich habe mir deine Webseite angeschaut, die ist noch nicht ganz auf dem höchsten Niveau dessen, was da ist. Das heißt, ich würde hier gucken, wieder: Wenn du das unbedingt selbst machen willst und musst, dann würde ich eben gucken, dass man sich da so Baukästen holt, die heißen dann irgendwie Unbounce und wie sie alle heißen. Da gibt es so Tools, mit denen kann man sich so Landingpages und Fragebögen bauen.

Da hat man dann auf der eigenen Landingpage, was ich da eben gut finde, was ich da viel eleganter finde, als jetzt in diesen Lead-Gen-Ads das zu machen, in deinem Fall ist, dass es da viel mehr Gestaltungsspielraum gibt für die Formulare. Man könnte theoretisch auch so einen Rechner machen: Wie viel Eigenkapital brauche ich für welche Wohnung, und, und, und. Solche Sachen. Und man kann die halt sehr, sehr vielseitig gestalten, so wie man es eben braucht, wie es eben Sinn macht.

Der Tipp für die Formulare selber gestalten ist in jedem Fall: nicht so ein Formular mit 8.000 Fragen untereinander schalten, sondern wirklich sagen, hier, wenige Infos pro Seite, und am besten nicht so viele Freifelder reinmachen, dass die Leute was eintippen müssen, sondern am besten irgendwie X Optionen hinmachen, dass die Leute einfach nur klicken müssen. So: Klick, nächste Frage, Klick, nächste Frage, Klick, nächste Frage, Klick, nächste Frage, und dann am besten das Angebot. So in der Richtung muss das gehen, schön schnell und eben auch fokussiert, dass die Leute nur eine Frage zu einer Zeit eigentlich angucken.

So, und der zweite Grund ist diese Mindestmenge, die hat natürlich mit dem Retargeting, ich glaube, das ist eine Eigenschaft, die stattfindet, wenn man innerhalb dieses Meta-Universums bleibt. Und wenn man die Leute auf eine Landingpage rauszieht, dann kann man eben auch ohne diese Mindestmenge relativ gut Retargeting machen und auch mit anderen Anbietern. Aber, to be honest, wenn ich deine Frage anschaue, die Webseite anschaue und deine Erfolge bisher, wäre jetzt Retargeting wahrscheinlich nicht der erste richtige Hebel.

Search und YouTube statt Meta

So, jetzt würde ich gerne zurückspringen, sozusagen auf meine erste Meta-Meta-Frage. Haha, Wortspiel, Pun für Online-Marketer. Ich glaube nicht ganz, dass Meta mein erstes richtiges, wichtiges Werkzeug dafür wäre. Ja, weil letztendlich Meta als Eigenschaft, es ist ja so, das versucht ja, ein Bedürfnis zu wecken. Wir denken ja oft in so einem Funnel, also vorne irgendwie Bedürfnis wecken, hinten irgendwie Bedürfnis decken. Und Bedürfnis wecken ist insbesondere dann wichtig, wenn du halt ein total innovatives Produkt hast, was eben noch gar keiner kennt. Und am besten natürlich, so wie du es auch eben schön beschrieben hast in deiner Frage, irgendwelche Sachen, die keine hohen Schwellen haben, dass die Leute sich das kaufen. Wenn das halt irgendeine Spielerei ist, die kostet irgendwie 50 Euro, dann kann man da halt eben schön Bedürfnis wecken, die Leute schlagen direkt zu, die sind inspiriert, sich das anzugucken, und dann gibt es eben eine hohe Conversion-Rate, weil es ist keine so große Kaufentscheidung, die kann ich schnell mal treffen.

Aber du musst natürlich anders arbeiten. Das ist im Prinzip ein bisschen eher wie B2B-Marketing. Da gibt es eben auch längere Entscheidungszyklen beim Kaufen. Das ist kein Spontankauf, den du sozusagen andienst. Insofern, dieses Bedürfnis wecken ist einfach sehr, sehr weit vom Kauf, und bei dir ist der Kaufprozess ohnehin länger, weil es eben eine große Kaufentscheidung ist. So, als Kai Rieke und ich, mit dem ich gerne hier als Sparringspartner diese Fragen beantworte, als wir über dein Thema gesprochen haben: Wir denken ja oft über Online-Marketing nach, als wäre das so ein Orchester. Und dann, je nachdem, welche Musik man spielen möchte oder wie die sein soll, so versuchen wir uns die Instrumente zusammenzupicken, dass das eben für die Musik, die man machen möchte, eben passt. So, und wir glauben, Meta wäre jetzt gar nicht so unser erstes Werkzeug, mit dem wir eigentlich arbeiten wollen würden.

So, und ich glaube, das, was man auf jeden Fall machen würde, zu allerallererst in deinem Bereich, wäre eigentlich, vernünftig Search zu machen, weil das ist eben ganz unten im Funnel. Wenn die Leute sagen: Eigentumswohnung, drei Zimmer, Neubau, München, dann muss eigentlich eine Anzeige von dir kommen. Das ist eben ganz hinten im Funnel. Die Leute wollen schon dann das. Die haben sich wahrscheinlich schon informiert. Vielleicht wissen die schon, was ihr Budget ist. Oder du kannst aus den vielleicht anderen Cues, die sie dir geben, wie, ich sage mal, sie suchen ein bestimmtes Stadtviertel, das wird für einen bestimmten Preis stehen, oder eine bestimmte Quadratmeteranzahl, das wird für einen bestimmten Preis stehen. Da würde ich natürlich anfangen, sozusagen mitzubieten, dann, wenn es genau das ist, was du anbieten kannst. Wenn sie halt Wohnungen in dem Viertel, in dem du gerade baust, suchen, dann werden deine Anzeigen sehr, sehr gut performen, weil die sind halt genau das.

So, und auch da ist natürlich wichtig, bei Search sowieso zu unterscheiden: eine Kampagne in München und Münchner Umfeld für München und eine Kampagne für den Rest von Deutschland oder deutschsprachige Leute, um eben diese Sachen in München anzudienen. Die Performance ist ja unterschiedlich. Es kann sein, dass sehr unterschiedliche Anzeigentexte funktionieren werden. Das wäre in jedem Fall das erste Werkzeug, was ich anpacken würde, weil da bist du sehr, sehr nah an dem, was du da anbietest.

Wenn ich Upper Funnel arbeiten wollen würde, also sprich versuchen wollte, ein Bedürfnis zu wecken, würde ich mir eigentlich eher anschauen, was ich auf YouTube machen kann. So, im Immobilienbereich kann man eigentlich sehr, sehr elegante Videos machen, sei es irgendwelche virtuellen Führungen durch schon Existierendes mit Drohnen oder eben durch Animationen, wie diese Immobilien später aussehen werden oder diese Beispielwohnungen aussehen werden. Da kann man ja immer ziemlich coole Animationen und Videos machen. Das kann auch schön glossy sein, so eine Vorschau, wie das eben aussehen wird.

Und bei YouTube gibt es ja sehr, sehr schicke Anzeigenformate, die eben auch nicht so teuer sind, insbesondere diese überspringbaren Anzeigen. Da muss man einfach gucken, die funktionieren eben so: Die Anzeige läuft vielleicht 20 Sekunden, aber nach drei oder fünf Sekunden ist sie überspringbar. So, und was man da eben machen kann, und da kannst du eben auch sehr, sehr gut filtern durch die Art der Anzeige, wie du sie machst, dass man eben sagt: Okay, in den ersten drei bis fünf Sekunden gucke ich eben, dass ich meine Kernnachrichten reingesteckt habe. Ja, Wohnungen von so und so viel, so und so Quadratmeter, ab diesem Preis pro Quadratmeter, bitte mindestens mitbringen dieses und jenes Eigenkapital, wenn du das Gefühl hast, das raffen die Leute nicht, die sich dafür interessieren. Und dann können die Leute überspringen, oder sie sehen das komplette Video und verstehen dann mehr die Range der Wohnungen, die du andienst. So, so einen Anzeigentyp würde ich machen und eben diese Art Anzeigenformat.

So, und was eben spannend ist bei YouTube und super, super interessant für dich: Zum einen kannst du ein Targeting machen über einzelne Videos. Ja, und da gibt es ja Leute, die irgendwie Videocontent machen zu irgendwie Luxusimmobilien. Und auch da kannst du dann auch wieder erstmal ausfiltern alle Leute, die, keine Ahnung, unter 35 sind, weil du sagst: Okay, die können sich das noch nicht leisten, das ist eher aspirational, dass die da schauen. Aber man kann eben einzelne Videos und sich große und gute und passende Listen dazu zusammenstellen.

Und hier in dem Fall, im Fall von YouTube, ist es eben auch möglich, ein Targeting zu machen über Kanäle. Und was ich eben dann natürlich knallhart machen würde, ist zu sagen: Hier, wo gibt es denn irgendwie Luxusimmobilienmakler oder Immobilienmakler für den, sagen wir mal, Kunden mit dem größeren Budget? Ja, mir fällt da sofort ein irgendwie Engel & Völkers und sowas, die es, glaube ich, deutschlandweit gibt, aber es gibt ja auch viele regionale Makler dieser Art. Und dann würde ich eben gucken, wenn die Kanäle haben, würde ich natürlich knallhart das Targeting machen über diese Kanäle.

Der nächste Schritt, über den ich nachdenken würde, ist wieder: um die Ecke denken, so ähnlich, wie ich es eben versucht habe anzudenken für die Meta-Welt. Also sprich, was sind Kanäle, die vielleicht Leute gucken, die sich das leisten können, was du andienst? Ja, dann würde ich eben gucken, gibt es irgendwelche Buden, die sich mit Private Equity beschäftigen, sowas wie Moonfare, bei denen man so Private-Equity-Investments machen kann. So, wer sich dafür interessiert und in München ist und irgendwie über 35 ist, der ist schon gar nicht so schlecht, um denen mal irgendwie deine Werbung auszuspielen, zu schauen, möchte er sich gerade eine Wohnung vielleicht kaufen, die Person.

So, oder zum Beispiel, ich denke an so, da gibt es so Steuerberater, die vom Content her sehr unternehmerorientiert sind, wo es eben darum geht, Unternehmern Geld und Steuern zu sparen. Da würde ich eben auch sagen, die Leute, die sich sowas anschauen, die haben wahrscheinlich auch das Budget. Und jetzt denken wir wieder: Okay, da ist jemand, der gibt Steuertipps für Unternehmer, und dann targetest du nur noch diejenigen davon, die diesen Kanal schauen, aber über 35 sind und in München und in Umgebung sind. Um es nochmal zu sagen, da ist eben die Wahrscheinlichkeit auch sehr, sehr groß, dass die sich deine Wohnung leisten können. Das heißt, für mich wäre eigentlich, wenn ich Upper Funnel arbeiten wollen würde, YouTube die Go-to-Anlaufstelle.

Das heißt, instinktiv würde ich eher, von dem her, was du da beschreibst, wenn ich nur die Herausforderung anschaue, nicht dich sozusagen, sondern nur die Herausforderung, wäre wahrscheinlich das Google-Werbe-Universum mit Search für Lower Funnel und ganz dedizierte Kampagnen und YouTube für Upper Funnel, und YouTube gehört ja zu Google, wäre wahrscheinlich das Google-Universum das richtigere Werkzeug als das, was du gerade mit Meta anfasst. Ich glaube, mit Meta kann man schon auch einiges rausholen, aber, und du bist ja klein von der Firma her, das heißt, ich würde jetzt nicht sagen, dass du X Sachen gleichzeitig machen kannst und sollst, sondern ich würde mal sagen, dass man sich erstmal auf eine konzentriert und die richtig, richtig trimmt, und dann im Idealfall auf die richtige. Das heißt, ich würde mir unbedingt das Google-Ads-Universum anschauen, eher als das Meta-Ads-Universum.

LinkedIn und die Agenturfrage

Und wenn ich darüber hinaus was machen wollte über die Google Ads, dann würde ich nochmal gucken, wie schaut es aus bei LinkedIn. Bei LinkedIn gibt es eben auch spannende Targeting-Möglichkeiten. Ich kann nämlich über die Karrierestufen gehen. Und da kann ich eben auch wieder rausfiltern diejenigen, die regional sind. Das heißt, ich könnte sagen: Hey, ich mache erstmal ein schönes Video, was irgendwie total geil animiert irgendwie meine zwei, drei Wohnungstypen zeigt. Und das spiele ich aus nur, keine Ahnung, Geschäftsführern und Leuten, die irgendwas im Titel haben, also CEO, CFO, schlag mich tot, und in München sind und über 35 sind oder 40 oder sonst irgendwas. Und dann würde ich denen halt mein Video ausspielen. Und was ich eben spannend finde auf LinkedIn, was man da machen kann, ist, dann kann man eben retargeten auf die Leute, die das Video zu einem gewissen Prozentsatz durchgeschaut haben.

Das heißt, du kannst sagen: In München den Leuten mit dem bestimmten Alter, mit dieser Karrierestufe, denen zeige ich erstmal ein 20-sekündiges Video, und allen, die mindestens 75 Prozent davon durchgeschaut haben, denen schalte ich dann eine Lead-Ad. So ähnlich wie das, was du auf Meta gemacht hast, aber die sind natürlich dann komplett anders vorqualifiziert. So, und da finde ich das wiederum spannend, da kann man eben dann mit so Lead-Ads durchaus noch sinnreiche Sachen machen. Aber du siehst eben, es ist ein bisschen auf einer anderen Plattform, mit einem anderen Targeting und mit einem anderen Spiel davor gespielt, und dann macht das vielleicht eher Sinn.

So, und jetzt komme ich zu der übergeordneten Frage überhaupt. Ich glaube, wenn du gut Wohnungen bauen kannst, dann würde ich mich wahrscheinlich darauf konzentrieren. Und ich will dich nicht entmutigen. Ich finde es immer super gut, wenn Leute irgendwie Online-Marketing mehr sehen und verstehen wollen. Aber meine Frage wäre: Ist dir nicht am meisten damit geholfen, eigentlich eine gute Agentur zu finden? Und darüber würde ich nachdenken. Wenn du da einen Tipp brauchst, kannst du dich immer gerne melden. Man findet mich in der Regel, und du hast mich ja auch hier gefunden. Ich kann eben gucken, wer vielleicht interessant wäre für dich, um dir da helfen zu lassen.

Ansonsten, wenn es weiterhin Hilfe zur Selbsthilfe sein soll, unbedingt die Kurse und das Lehrmaterial, was man bei OMR Education hat, das vielleicht nochmal genauer anschauen. Und meine Empfehlung wäre für dich, für deinen Fall, eher das Google-Ads-Universum als das Meta-Ads-Universum. Ich hoffe, das hilft dir weiter und du verkaufst reichlich Wohnungen. Wenn eine übrig bleibt, die nicht verkauft ist, und du weißt nicht, wohin damit, gerne her damit. Ciao.