1. Kennenlernspielchen
Amerikaner scheinen das zu lieben. An zwei der vier Konferenztage gab es morgens institutionalisierte „Kennenlernspielchen“, so nach dem Motto „Gib drei Leuten in deiner Nähe, die du nicht kennst, die Hand und stell‘ dich vor“. Aber mal im Ernst: Von den gut 2.500 Besuchern sind sicher 1% deutschsprachige da, also ca. 25
Man hat nun mal die Tendenz eher mit den Leuten abzuhängen, die man schon kennt, aber wirklich stark horizonterweiternd ist es selten. Unser Tipp: Jenseits der „Comfort Zone“ gibt es mehr zu lernen. Versucht mit den Besuchern aus den USA und vielen anderen Ländern ins Gespräch zu kommen. Bei Amis ist das alles andere als schwer. Traut euch!
2. Temperatur
In Amerika ist der exzessive Gebrauch von Klimaanlagen ganz normal! Also auf keinen Fall so angezogen sein, wie man es außerhalb der Konferenzgebäude sein könnte (kurze Hosen und Shirt), sondern langärmlig mit Pulli und sonst was allem. Wir haben in den Sessions gerade in den ersten Tagen auch Teilnehmer mit Wollmützen und Schals gesichtet, und das war nicht unpassend!
3. Kargheit
Im deutschsprachigen Raum werden viele der Konferenzen und Events mit sehr viel Herzblut von einer lokal ansässigen Person ausgerichtet. Bitte auf keinen Fall mit solchen Erwartungen in die Staaten fliegen! Dort sind Konferenzen deutlich anders ausgerichtet! Eine gewisse Kargheit ist einfach nicht zu leugnen. Schaut auch diese „Sphäre“ (https://plus.google.com/112282629606563817260/posts/Ndi1U6Yhopt) von Kai Rieke (www.kairieke.de) an um einen Eindruck zu bekommen.
4. Versorgung
Beim „Platinum“ Ticket ist sehr einfaches Essen am ersten Tag und ein einfaches Frühstück an den Folgetagen inklusive. Bei den Hauptkonferenztagen gab es Mittagessen nur gegen Bezahlung. Also entweder selbst etwas zu Essen zubereiten oder Flexibilität mitbringen ![]()
5. Sessionplanung
Auch die Konferenzbroschüre ist nicht aufbereitet wie es bei vielen Konferenzen im deutschsprachigen Raum üblich ist. Es fällt dadurch weniger einfach, spontan den Überblick zu bekommen. Eine Konferenz-App gab es auch nicht. Man sollte sich also vorher Zeit nehmen zu planen, was man sich anschaut, denn schließlich laufen ja zehn Sessions parallel. Das Ganze wird noch wichtiger, wenn man mit mehreren Leuten vor Ort ist und sich dann noch aufteilen möchte, um noch mehr mitzunehmen …
Wie viel wir geschafft haben, erfahrt ihr hier.
6. Durchhalten
Die reine Konferenz geht über drei volle Tage, und vorher gibt es noch einen optionalen Tag. Die Pubcon ist also sehr, sehr lang; quasi ein Marathon! Wenn man da seine Kräfte nicht einteilt und insbesondere bei der Abendgestaltung nicht demütig genug ist, hält man es in keinem Fall durch. Man darf nicht vergessen: Man ist in Vegas, und da sind die Freizeitoptionen und die Versuchungen entsprechend groß! ![]()
7. Budget
Vegas ist teuer! Man braucht also schon einen kleinen finanziellen Puffer, wenn man diese Reise komplett genießen will, ohne Sorge zu haben etwas zu verpassen. Pro Tip: Wenn man im Casino spielt, sind die Getränke umsonst!
8. Zeitverschiebung
Von Deutschland aus ist der Zeitabstand schon ganz ordentlich! Unsere Empfehlung ist, wegen des Jetlags einen vollen Tag vorher anzureisen und zu versuchen den Versuchungen von Las Vegas nicht schon vor der Konferenz zu erliegen.
9. Preisstufen
Bei amerikanischen Konferenzen ist es ¬– so wie auch bei der Pubcon –¬ „en vogue“, dass es sehr viele verschiedene Preisstufen bei den Tickets gibt. Es lohnt sich Tickets sehr früh zu kaufen, denn diese sind anfangs für ca. 50% des späteren Preises zu bekommen.
10. Guter Vorsatz
Unsere Erfahrung ist, dass man mehr aus der Pubcon für sich herausholt, wenn man sich etwas vornimmt. Wir haben uns beispielsweise vorgenommen a) neue Speaker für die OMCap zu „scouten“ (und dabei einige Perlen entdeckt) und b) Interviews für den OMReport aufzunehmen (auch das hat gut geklappt). Der „gute Vorsatz“ kann ruhig etwas mehr sein als einfach nur die zuvor beschriebenen „Kennenlernspielchen“.
11. Strom
An den ersten beiden Tagen gibt es fast überall Strom, und viele der Sitzplätze befinden sich an Tischen. Doch am dritten und vierten Tag sind Steckdosen plötzlich knapper. Man sollte also immer die Akkuleistung im Blick haben, falls man seinen Rechner dabei hat und mitschreiben möchte.
12. Letzter Tag
Am letzten Tag sind die Sessions seitens der Besucher schon sehr leer. Viele kommen scheinbar mit den vielen Ablenkungen in Las Vegas nicht so gut zurecht
Leider fehlten dann auch einige Speaker. Der Tag ist auch nicht komplett mit Sessions gefüllt, sondern relevant kürzer… schade irgendwie.
13. Gehobenes Alter
Sowohl was die Speaker als auch die Besucher angeht, sind die Leute bei der Pubcon im Schnitt gefühlt zehn Jahre älter. Keine Ahnung, woran das wirklich liegt, aber dennoch spannend zu beobachten.
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